Fabrice
Geboren: 5/2026
Geschlecht: männlich,
Standort: Bulgarien, Sliven, Pflegestelle
Haltung: Indoor oder Freigang / gesicherter Balkon







Hoffnung ist das Flüstern der Seele, das sagt: ‚Du schaffst das.‘ Was mögen die 5 kleinen Seelen wohl gedacht haben, als sie neben einem Müllcontainer mit einer Packung rohem Hühnerfleisch grausam ausgesetzt wurden. Fünf kleine Babys, die eigentlich noch bei ihrer Mutter sein sollten. Stattdessen lagen sie neben Müllcontainern im Gras.
Diese Geschichte hat sich niemand ausgedacht, die passiert Jahr für Jahr, immer und immer wieder… Die Kitten waren 3 Wochen alt. Dr. Valya hat sie untersucht: keine Flöhe, entwurmt, insgesamt in einem Zustand, der darauf schließen lässt, dass sie nicht draußen geboren wurden. Ihrer Meinung nach handelt es sich um Hauskatzenbabys, die erst vor kurzer Zeit ausgesetzt wurden. Dies ist eine der Situationen, die wir schon oft erlebt haben und die uns immer wieder aufs neue sprachlos macht. Die fünf Kleinen brauchen im Moment noch 2–3 Mal täglich Milch. Erst langsam beginnen sie überhaupt zu verstehen, was feste Nahrung ist. Heute haben sie zum allerersten Mal ein wenig Katzenpastete probiert. Bis jetzt kannten sie nur die Milchfütterung. Für die nächsten zwei bis maximal drei Wochen werden sie bei Nikolina in einem Käfig untergebracht sein. Auch sie ist völlig überlastet und kümmert sich bereits um viel zu viele Tiere. Länger kann sie die Kleinen leider nicht behalten. Sobald im Tierheim ein wenig Platz frei wird, wird sie einige Katzen von Cvetanka übernehmen, damit diese fünf Babys zumindest bis zu ihrer ersten Impfung irgendwo sicher bleiben können. Danach hoffen wir einfach, dass wir sie endgültig bei uns aufnehmen können.
Im Moment befinden wir uns ehrlich gesagt in einer Sackgasse. Wir haben keinen Platz mehr. Keine freien Räume. Keine wirkliche Lösung. Das hier ist das Einzige, was wir irgendwie möglich machen konnten. Während ich diese Zeile übersetze und hier niederschreibe überkommt mich unbändige Verzweiflung, darüber wie viele sterben müssen, die wir nicht rechtzeitig finden und unendliche Wut auf die Grausamkeit des Menschen der dies zu verantworten hat. Und wie so oft bleibt uns nichts anderes übrig, als zu hoffen, zu improvisieren und zu beten, dass diese fünf kleinen Leben trotz allem eine Chance bekommen. Denn sie haben nicht darum gebeten, geboren zu werden. Und sie haben es nicht verdient, weggeworfen zu werden.
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