Pandora

Pandora

Geboren:  15.11.2024
Geschlecht: weiblich, kastriert
Standort: Bulgarien, Burgas, Pflegestelle
Haltung: Indoor oder Freigang / Balkon

Eine liebe, ruhige und sehr soziale Katze. Sie spielt fröhlich, hat guten Appetit und bleibt beim Tierarzt völlig entspannt (erstaunlich, nach dieser traumatischen Erfahrung) – sie schnurrt sogar während der Untersuchung. Laut den Ärzten ist sie etwa ein Jahr alt – ein sanftes, tapferes Wesen, das trotz allem Vertrauen und Lebensfreude bewahrt hat.

Dieser Neuzugang – ein kleines Mädchen, hatte einen wirklich schweren Start ins Leben. Sie erkrankte am Calicivirus und wurde von einem Mädchen aus Belarus aufgenommen, dass in Pomorie lebt. Leider kannte dieses Mädchen nur einen „Tierarzt“ aus der Ukraine, der in einem Hotelzimmer praktizierte – und genau dorthin brachte sie die kleine Katze zur Behandlung. Dort wurde sie völlig unangemessen behandelt: Trotz einer aktiven Infektion wurde sie kastriert – allerdings entfernte der Mann nur die Eierstöcke, nicht aber die Eileiter und die Gebärmutter. Die Kleine litt unter einer verstopften Nase und eitrigem, blutigem Nasenausfluss. Der „Arzt“ diagnostizierte Nasen-Rachen-Zysten, betäubte die ohnehin geschwächte Katze erneut und operierte sie – erfolglos. Danach ging es ihr noch schlechter, und laut seiner neuen Diagnose sollte sie nun angeblich Krebs haben. Die junge Frau, die sich um das Kätzchen kümmerte, suchte in ihrer Verzweiflung Hilfe im Tierheim von Pomorie, wo sie ehrenamtlich mit den Hunden spazieren ging. Doch die Heimleitung wies sie ab.
Als Petya sah, wie verzweifelt das Mädchen aus Belarus war, fragte sie nach, was passiert ist – und erfuhr die ganze Geschichte. Sofort vereinbarte Petya einen Termin in der Klinik ihres Vertrauens in Burgas. Dort ergab die Untersuchung ein klares Bild: keine Krebserkrankung, sondern eine schwere Infektion. Das vermeintliche „Tumorgewebe“ war lediglich durch das Virus stark verdicktes Schleimhautgewebe. Nach einem Monat Behandlung mit Antibiotika und Nasentropfen, begleitet von zwei Kontrolluntersuchungen, war die kleine Katze wieder stabil und gesund.

Am 15.11.2025 steht nun die nächste Untersuchung an, inklusive Ultraschall und einer Korrekturoperation, um die Gebärmutter und Eileiter vollständig zu entfernen – um künftige Infektionen zu vermeiden. Die junge Frau aus Belarus kehrt bald in ihre Heimat zurück und bat darum, dass die Katze in gute Hände kommt.