Whoopy

Whoopy

Geboren: 08.04.2023
Geschlecht: weiblich, kastriert
Standort: Bulgarien, Sliven, Tierheim

Haltung: Indoor oder Freigang – keine Einzelhaltung!


Heute möchte ich eine Lanze für all die Katzen brechen, die mir ganz besonders am Herzen liegen: Schattenkatzen Jeder Katzenfreund kennt sie. Aber kaum einer sieht sie. Gemeint sind all die Katzen, die in den Tierheimen oder Pflegestellen der Tierschutzvereine unsichtbar ihr Dasein fristen. Versteckt in den hintersten Ecken ihrer Kuschelhöhlen, sobald sich auch nur ein Interessent dem Katzenzimmer nähert. Verdrängt von den vielen süßen Katzenbabies und erwachsenen „Rampensäuen“, die sich schnurrend jedem an den Hals schmeißen. All jene Katzen, die oft Schlimmes erlebt und traumatisiert jedes Vertrauen in den Menschen verloren haben und ihren Schutz im Schatten suchen. Aber genau sie haben unsere Hilfe und unsere Liebe am Nötigsten! Zugegeben, eine Schattenkatze zu adoptieren ist eine Herausforderung und nicht für jeden geeignet. Neben den passenden Lebensumständen, sind eine gehörige Portion Geduld und Fingerspitzengefühl nötig, um sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Dazu jede Menge Verständnis, Toleranz und Offenheit. Denn eine Schattenkatze ist zugleich auch immer eine „Wundertüte“. Was aus ihr mal wird, weiß niemand so ganz genau. Manch eine wird ihre Vergangenheit nie ganz ablegen. Aber oft genug geschehen kleine Wunder und aus ängstlichen Hasenfüßen werden gestandene Katzen-Persönlichkeiten und aus kleinen fauchenden Drachen werden große Kuschel-Monster. Aber egal, was aus ihnen einmal wird, eins haben sie alle gemeinsam: jede von ihnen ist einzigartig und etwas Besonderes! Und jede von ihnen ist es wert, eine Chance zu bekommen! Deswegen meine Bitte: wenn es Euch möglich ist und Ihr eine Katze adoptieren möchtet, seht genau hin. Vielleicht auch zwei oder drei mal. Vielleicht ist Eure Herzenskatze genau die, von der Ihr im Tierheim nur den Schatten sehen könnt.

Anfang des Monats erhielt die Tierklinik unseres Vertrauens einen Hilferuf. Eine noch relativ Junge Katze steckte mit dem Kopf zwischen den Platten zweiter Garagen fest. Dort hatte Sie kurze Zeit vorher 2 Kitten zur Welt gebracht. Ihr Kopf steckte fest und sie war außer sich vor Angst und Hilflosigkeit.
Liebe Menschen sahen nicht weg und holten in der Tierklinik Hilfe. Um Sie aus der misslichen Lage zu befreien, musste sie sediert werden. Nach erfolgreicher Rettungsaktion wurde die kleine Familie in die Tierklinik gebracht und dort untersucht. Die Mama wurde im gleichen Zug kastriert. Die beiden Kitten wurden 2 Tage lang mit der Flasche gefüttert.

Die Tierärztin fragte bei Billiana an, ob die kleine Kittenfamilie bei WHT Zuflucht bekommen könnte. Die Klinik war überfüllt mit kranken Tieren, sonst müsste man sie auf die Straße zurück lassen. Billiana und die Tierärztin nahmen jedoch an, dass die Mama nicht in der Lage gewesen wäre ihre Kitten auf der Straße zu versorgen. Zu groß war der Stress dem sie ausgesetzt gewesen war. Ebenso fehlte ihr die Erfahrung, da es das erste mal war, dass sie Kitten zur Welt brachte. Am 06.08.2024 übernahm Billiana die Kittenfamilie und brachte Sie zu Nikolina. Dort durften Sie im Keller einen Quarantänekäfig beziehen, bis im Shelter Platz in der Quarantäne war.

Obwohl sie Mama ganze 3 Tage von ihren Kitten getrennt war und großen Stress erdulden musste, nahm sie die beiden dennoch an und kümmerte sich liebevoll um sie. Nach ein paar Tagen konnten Sie auch bereits in den Shelter umziehen. Leider mussten die Augen des Kleinen ab dem 26.08. gegen eine Augenentzündung und eitrigen Ausfluss behandelt werden. Bereits am 27.08. waren die Augen nicht mehr verklebt und die Schwellung ist zurückgegangen. Die Mama-Katze ist noch sehr ängstlich, aber kratzt und beißt nicht. Sie lässt sich ohne Probleme von Billiana anfassen und streicheln. Ebenso duldet sie es, dass ihre Kitten frei berührt werden können.