Marabou

Marabou

Geboren: August 2025
Geschlecht: weiblich,
Standort: Bulgarien, Sliven, Pflegestelle

Ausgesetzt im Wald. Verängstigt. Erschöpft. Allein. Vor einigen Tagen recht spät am Abend, sah Billiana einen Beitrag über eine Katze, die im Wald ausgesetzt worden war. Dem Posting zufolge war die Katze extrem abgemagert und gleichzeitig unglaublich sozial.

Am nächsten Morgen machten sich Billiana, ihr Mann und ihr Sohn auf den Weg, um die Katze zu suchen. Ihr Mann suchte zunächst die Umgebung ab, doch die Katze war nicht zu sehen. Als Billiana mit ihrem Sohn an der Stelle der beschriebenen Sichtung war, konnten sie die Katze nicht ausfindig machen. So suchten die weitere Umgebung ab. Ihr Sohn blieb jedoch bei einigen Büschen stehen, rief nach ihr – und die Katze reagierte tatsächlich auf seine Stimme. Sie kam zu ihm heraus.
Da rief ihr Sohn ihr zu: „Mama, hol sie, hol sie, hol sie!“. Billiana wartete nur kurz, um ein paar Fotos zu machen. Schon in diesem Moment wurde deutlich, wie unglaublich sozial diese Katze ist. Sie bettelt förmlich darum, dass jemand ihr Aufmerksamkeit schenkt, sie auf den Arm nimmt, mit ihr kuschelt und sie streichelt. Billiana und ihr Sohn streichelten Sie, gaben ihr ein paar Leckerlis und anschließend brachten sie die Katze in eine Transportbox.

Billiana vermutet, dass die Katze wahrscheinlich einmal mit Kindern gelebt hat. Das sie im Wald aus den Büschen kam, nur weil sie die Stimme ihres Sohnes gehört hatte, sagt sehr viel über ihre Vergangenheit und ihr Vertrauen in Menschen aus. Im Moment befindet sich die Katze in einer Tierklinik, weil sie extrem erschöpft und abgemagert ist. Sie ist so dünn, dass praktisch nur noch Knochen zu sehen sind. Ihr Fell befindet sich in einem sehr schlechten Zustand – es ist völlig verfilzt und ungepflegt. Wahrscheinlich war sie aufgrund des enormen Stresses irgendwann nicht einmal mehr in der Lage, sich selbst zu pflegen.

Man kann sich nur vorstellen, was dieses kleine Mädchen durchgemacht haben muss. Und trotzdem läuft sie nicht vor Menschen davon, wenn sie einen sieht. Im Gegenteil: Sie kommt aus den Büschen heraus und sucht Hilfe, Sicherheit und Rettung ausgerechnet bei uns Menschen. Eigentlich haben wir keinen Platz, an dem sie die Katze unterbringen können. Aber sie konnten sie unmöglich einfach dort zurücklassen.

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